Oh je, ich weiß, ich habe mir schon so furchtbar oft vorgenommen endlich wieder einen Artikel zu schreiben, den ich dann hier einstellen kann, bin bisher aber leider noch nicht so richtig dazu gekommen und es wird sich auch heute nicht ändern… Nicht ändern? Nein, leider ist auch dieser Artikel eher ein Lückenfüller… ein kleines Stück leerer Text… Ich will an dieser Stelle nämlich nur ein kurzes Lebenszeichen abgeben für all diejenigen, denen bisher nicht aufgefallen ist, dass ich auf twitter (auch wegen der Begrenzung auf 140 Zeichen, die bei wenig Zeit für solche Dinge eine echte Erleichterung darstellt) deutlich aktiver geworden bin in den letzten Monaten. Nun das hängt selbstverständlich nicht ausschließlich mit meiner beruflichen Situation zusammen, sondern hat vor allem auch praktische Gründe. So ist es zum Beispiel viel einfacher eine Nachricht/einen Kommentar mit 140 Zeichen zu verfassen, als sich täglich oder auch wöchentlich zu Recherchezwecken der scheinbar immer größer werdenden Flut an content zu stellen, die über den geneigten Internetnutzer hineinbricht. Das liegt unter anderem daran, dass twitter hervorragend vollkommen ohne einen echten Kontext auskommen kann, sofern man sich auf rein unterhaltsame Dinge beschränkt.
Lesen ist überhaupt ein sehr großes Thema für mich, weil ich auch während meiner Arbeit in der Schule fast schon täglich damit konfrontiert bin, dass Schüler nicht mehr die Motivation haben größere und komplexere Sinnzusammenhänge zu erfassen. Gefühlt leben wir in einer Gesellschaft, die immer mehr von Kurznachrichten, zumeist in mündlicher Sprache verfasst, dominiert wird. Zeitungen werden nicht mehr gelesen und auch der Begriff „blog“ scheint für die jüngere Generation eine unbekannte Variable darzustellen, obwohl sie mit beständiger Regelmäßigkeit bei Facebook unterwegs sind oder andere Dinge im und um das Internet machen, die eigentlich dem Grundgedanken, der meiner Ansicht nach hinter einem „blog“ steckt, doch relativ nahe kommen. Sie vernetzen sich nämlich mit ihren Freunden und anderen mehr oder weniger bekannten Menschen um Informationen und Belanglosigkeiten auszutauschen.
Wie dem auch sei muss irgendwo doch eigentlich eine Chance liegen auf die brachiale Macht der Medien und ihre meinungsbildende Funktion aufmerksam zu machen… auch wenn es einigen nicht bewusst zu sein schein, wie sehr wir alle durch die ständige Präsenz von Nachrichten in jeglicher Form geprägt sind. Zumindest in Geschichte ist ein erster Versuch auf die Macht der Medien hinzuweisen relativ brachial gescheitert. Wikipedia als einzige Quelle, blind per copy&paste aus dem Internet entführte Texte und immense sprachliche Ungenauigkeiten, die zwar im privaten Gebrauch, wie zum Beispiel hier in meinem blog, durchaus auch ihren Platz haben können, in der Schule, insbesondere, wenn es sich um eine Oberstufenklasse handelt, jedoch keinen Raum bekommen sollten.
Nunja… ich/wir werden wohl denke ich sehr bald sehen, wohin es führt, wenn breite Teile der (jungen) Gesellschaft sich immer mehr von durch Algorithmen bestimmten Nachrichten berieseln lassen. Ich würde ja darauf tippen, dass man dann auf Dauer „blind“ wird für die wahre Welt da draußen, in der es immer einen gemeineren, einen clevereren und noch viele andere Fische gibt, sofern man nur lange genug suchen mag.


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Bring Mai das eine Buch mit von dem du erzählt hast. wegen filtern und so :-)
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